Unsere neue Bushalle:

 

 

 


        


 

Zusammengefasst von W. Meiers zum 50-jährigen Jubiläum:

Herrn Alois Müllenbach wurde am 22.6.1912 in Düppenweiler als achtes von insgesamt neun Kindern geboren.
Am 15.6.1935 heiratete Alois Müllenbach seine Frau Katharina, geb. Rodener aus Hüttersdorf.
Vor Kriegsbeginn, und bis zu seinem Einzug zur Wehrmacht, arbeitete er bei der Dillinger Hütte. Nach Kriegsende und Gefangenschaft kehrte Alois Müllenbach 1947 wieder nach Düppenweiler in seine Heimat zurück. Wie viele seiner Kameraden stand er nun vor einem Neuanfang, und begann seine Arbeit wieder auf der Dillinger Hütte.
Die bis dahin nebenerwerbliche Haltung von Kühen, Schweinen und Hühnern sicherte während der Kriegsjahre und noch einige Jahre später die Versorgung mit den notwendigen Grundnahrungsmittel.
Alle Arbeiter aus Düppenweiler fuhren mit dem Fahrrad oder gingen zu Fuß bei Wind und Wetter den beschwerlichen Weg zur Dillinger Hütte hin und zurück.
Schon bald darauf erkannte er die Notwendigkeit den Arbeitern aus Düppenweiler den Weg zu Ihrer Arbeitsstätte zu erleichtern.

Bedingt durch seine Tätigkeit als Kraftfahrer bei der Wehrmacht entschloss er sich einen Personentransport von Düppenweiler nach Dillingen zu organisieren, da es zu dieser Zeit keinerlei Verkehrsverbindungen gab.
Mit dem Kauf eines LKW 2,5 to Renault und dem Aufbau von Bänken auf der Ladefläche, die mit Plan und Spriegel überzogen war, begann er bereits in den schwierigen Wintermonaten 1947 mit den ersten Fahrten. Die Möglichkeit der Beförderung zu allen Schichten ( Früh,- Mittag,- und Nachtschicht ) wurden von den Arbeitern gerne angenommen.
Am 2. Februar 1948 gründete er mit seiner Frau offiziell das Transport - und Omnibusunternehmen Müllenbach.

Das Fahren in den strengen Wintermonaten mit diesem reparaturbedürftigen Fahrzeug war die erste Bewährungsprobe für Ihn.
Die rationallisierte Treibstoffbeschaffung bereitete ebenfalls Ihre Probleme. Schon kurze Zeit später genügte die Kapazität eines Fahrzeuges nicht mehr aus, und es musste ein weiterer Bus eingesetzt werden.
Mit einem 40 Sitzer Opel Blitz wurde nun bereits mit zwei Bussen auf den beiden Hauptschichten gefahren.
Doch bereits 1949 kam für den Jungunternehmer, der in der Aufbauphase seines Unternehmens war, ein Schock.
Die Kreisverkehrsbetriebe, die bereits vor dem Krieg eine Linie von Düppenweiler nach Saarlouis betrieben hatten, machte nun Ihren Anspruch geltend, diese Fahrten selbst wieder durchzuführen.
Trotz intensiver Bemühungen, und dem Rückhalt der Arbeiter, musste Alois Müllenbach im Sommer 1949 den Fahrbetrieb einstellen.

Er stand vor dem Ende seiner jungen unternehmerischen Laufbahn.
Doch trotz des Rückschlages gab er nicht auf, und fand in der Firma Barri aus Bous einen neuen Auftraggeber, in dessen Auftrag er nun Bauarbeiter aus dem Hochwald täglich nach Saarbrücken hin und zurück beförderte.
So wurde nun auch der LKW als Drehkipper umgebaut und man beförderte täglich in zwei Fahrten Steine aus dem Kalksandsteinbruch bei Honzrath in den Saarbrücker Raum.
Durch eine Annonce erfuhr er, dass eine in Riegelsberg ansässige Firma einen Bus mit einer Linie verkaufen wollte.
Nach dem Kauf eines weiteren Busses, begann er ab Januar 1950 Bergarbeiter aus dem Raum Reisbach - Eiweiler und dem Köllertal zum Viktoriaschacht in Püttlingen zu befördern.
Mit dieser ersten Bergarbeiterlinie begann eine bis zum heutigen Datum dauernde fast 50 jährige Geschäftsbeziehung zu den Saarbergwerken.

Im selben Jahr begann er mit dem Bau der ersten Bushalle hinter dem Wohnhaus in der Oberdorfstraße 169 die für zwei Busse geplant war. Noch im Herbst 1951 wurde die Linie von Reisbach getauscht gegen eine Bergarbeiterlinie von Düppenweiler nach Velsen.
Ein bei Ihm beschäftigter Fahrer übernahm diese Linie und gründete 1951 ein Busunternehmen in Schmelz.
Bereits ein Jahr später wurde der erste Bus gegen einen modernen Berliet Reisewagen ausgetauscht.
Mit diesem Fahrzeug begannen auch die ersten Ausflugsfahrten und der damit verbundene Reiseverkehr. Rasch danach kamen weitere Linien zu den Bergwerken hinzu.
Im Herbst 1952 wurde die erste Bushalle fertiggestellt.
Ab April 1954 arbeitete sein ältester Sohn, Hermann Müllenbach, offiziell im elterlichen Betrieb mit. Wegen des Zuwachses im Reiseverkehr wurde ein neuer moderner Reisebus der Marke Chausson in Paris gekauft. Nun wurden bereits erste Reiseziele in ganz Frankreich, Österreich und Italien angefahren.
Ab 1957 wurden die ersten Büssing Reisebusse aus Braunschweig in den Fuhrpark aufgenommen.
Am 7.August 1957 heiratet Hermann Müllenbach seine Frau Rita geb. Benedix, aus Diefflen.
Ab April 1958 wurde mit dem Bau eines neuen Wohnhauses und neuer Bushalle im Herrenschwamm 4 begonnen. In viel Eigenleistung wurde dieser Bau 1 1/2 Jahre später im Herbst 1959 fertiggestellt.

1960 waren bereits 5 Busse im Linien und Reiseverkehr im Einsatz. 1964 wurde die bestehende Bushalle und das Wohnhaus vergrößert. In den darauffolgenden Jahren verstärkte sich ständig die Auftragslage im Linien und Reiseverkehr.
1970 baute Hermann Müllenbach neben dem elterlichen Anwesen ein Wohnhaus für seine siebenköpfige Familie.
1971 verstarb im Alter von 58 Jahren Frau Katharina Müllenbach, die Seniorchefin.
Ab 1972 wurden die ersten Magirus Reisebusse eingesetzt. Zu dieser Zeit bestand der Fuhrpark aus insgesamt 7 Fahrzeugen, überwiegend Magirus.
Ende der siebziger Jahre strebte Alois Müllenbach den wohl verdienten Ruhestand an. Mit Beginn des 1.Januar 1980 übernahm Hermann Müllenbach, der älteste Sohn, den elterlichen Betrieb. Seit seinem Firmeneintritt im Jahre 1954 übernahm er in selbstverantwortlicher Tätigkeit die Werkstatt, und die Wartung des Fuhrparks.
Gleichzeitig hatte er bereits bis zu dieser Zeit ca 2 Millionen Kilometer im Linien und Reiseverkehr gefahren.
In den darauffolgenden Jahren wurde in den Fuhrpark noch weiter investiert, und der Reiseverkehr weiter ausgebaut.
In den Jahren 1985 und 1986 traten die Tochter von Hermann und Rita Müllenbach, Monika Meiers, und deren Ehemann, Willi Meiers, in den Familienbetrieb ein, welche noch bis heute dort tätig sind. In nebenberuflicher Tätigkeit standen Ihre 4 anderen Söhne dem Familienbetrieb immer zur Seite.

Mitte der achtziger Jahre kam es zu einem starken Einbruch im Linienverkehr. Es kam zu einem Verlust der Aufträge von fast 50%. Gleichzeitig war auch ein Rückgang im Reiseverkehr zu verzeichnen.
Dieser starke Einbruch war nur schwer zu verkraften. Nur durch die Mithilfe der gesamten Familie und dem Stammpersonal war es möglich diese schweren Jahre zu überbrücken. Ganz besonders ist in diesem Zusammenhang Frau Rita Müllenbach zu danken, die trotz vieler Probleme und Rückschläge, ihr Lebenswerk im Zusammenhalt von Familie und Firma sah. Sie trug den größten Teil dazu bei, dass auch diese schwierigen Zeiten überstanden wurden.

1990 verstarb nach längerer Krankheit im Alter von 78 Jahren unser Seniorchef Alois Müllenbach.
Mit Beginn des Geschäftsjahres 1993 trat eine Wende ein, die es uns erlaubte durch den Zuwachs von Aufträgen im Linien und Reiseverkehr wieder positiv in die Zukunft zu blicken.

Nach langer Planungsphase wurde im März 1997 mit dem Bau einer neuen und modernen Bushalle begonnen, die überwiegend in Eigenleistung im Dezember desselben Jahres fertiggestellt wurde. Im Anschluß daran wurde mit dem Bau der neuen Büro und Sozialräume begonnen, die zur Zeit der 50 – Jahr Feier kurz vor Ihrer Fertigstellung waren.
Durch diesen Neubau ist ein langjähriger Herzenswunsch unseres Chefs in Erfüllung gegangen.
Unser Fuhrpark hat sich mittlerweile auf über 10 Busse vergrößert, und wir schauen positiv in die Zukunft...